Kapstadt – Hout Bay

Blick von der Pass-Straße zum Chapman`s Peak

Die Zeit fliegt. Nun sind wir schon zwei Wochen hier und haben so einiges erledigt und erlebt. Leider ist die Zeit viel zu kurz, um sich ausgiebig unzusehen. Wir hatten auch noch vieles auf dem Besorgungs-Zettel stehen und das braucht eine Menge Zeit. Es muss gesucht werden, wo ist was zu bekommen, wie kommt man dort hin usw. Da blieb uns nur die Zeit für einen kleinen Ausflug mit dem Leihwagen zum Chapman`s Peak und auf die andere Seite zum Noordhoek Beach mit Besuch des Cape Point Vineyards einschließlich einer kleinen Weinverkostung.

Weinverkostung im Edelrestaurant Cape Point Vineyard

Die Einkaufstour nach Kapstadt konnten wir mit einer winzigen Sightseeing-Tour verbinden. Aber das war es auch schon. Es gab und gibt immer noch so viel zu besorgen. Der Einkaufszettel will einfach nicht kürzer werden.

Der Tafelberg. Irgendwie stören die Hochhäuser davor schon

„Deutsche Küche“ darf nicht fehlen einschließlich Currywurst oder Schweinshaxe und Sauerkraut 😉

Zwei Tage lang hatten wir selbst hier in der Marina Sturmböen von mehr als 40 kn. Hout Bay ist scheinbar berüchtigt für immense Fallwinde. Einen kleinen Vorgeschmack haben wir so auch mitbekommen. Manch einer hat hier auch schon 60 kn und mehr erlebt. Brauchen wir nicht wirklich.

V & A Waterfront

Kunst an der Waterfront

Neue Leinen braucht der Meerbaer, hier besonders günstig aus der Fabrik zum Kilopreis

Samstag im Morgengrauen soll es nun zu unserer letzten Destination in Südafrika gehen. ca. 60 sm nach Norden bis nach Saldanha. Dort werden wir dann die letzten Einkäufe erledigen, vor allen Dinge Frisches, neues Sauerkraut muss noch angesetzt werden, Mr. Perkins bekommt nochmal einen Ölwechsel, die neuen Reffeinen müssen eingeschoren werden, neue Gurtbänder zum Sichern der Gasflaschen müssen genäht werden usw., usw. Es gibt noch viel zu tun und die Zeit wird knapp. Am 8. Februar laufen unsere Visa ab und auf den letzten Drücker wollen wir nicht wirklich los. Geplant ist die erste Februar-Woche. Aber wie heißt es so schön: „Wir schaffen das“ 😉

 

 

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in 12 Jahren vom Atlantik zum Atlantik

Vor ziemlich genau 12 Jahren haben wir in Patagonien den Südatlantik verlassen und sind in den Beagle Kanal Richtung Ushuaia eingebogen.

Seitdem liegen 46.382 sm (85.900 km) im Kielwasser hinter uns.

Auf dem Weg lagen viele, interessante Länder und die Begegnungen mit vielen, tollen Menschen.

Argentinien, Chile, Franz. Polynesien, Tonga, Neuseeland, Fiji, Neukaledonien, Australien incl. Tasmanien, Indonesien, Malaysia, Thailand, Madagaskar, Mozambique und zuletzt Südafrika.

Im Beagle Kanal (Januar 2014)

Vor Kap Hoorn (Februar 2014)

 

Reitausflug in Chile bei Mario (Oktober 2014)

Dicke Grapefruit in Gambier Island (Mai 2015)

Die Crew auf Tahiti (August 2015)

Die Meerbaer-Crew in Tonga (Juni 2016)

Die Meerbaer-Crew in Neukaledonien (Oktober 2017)

Während COVID in Neuseeland (Juni 2020)

Skyline von Auckland (März 2021)

Schnorcheln mit den Mantas in Fiji (September 2019)

Sydney (Dezember 2022)

Tasmanien, auf dem Weg nach Hobart (Februar 2023)

Wilde Früchte in Tasmanien

Wangi Wangi/Indonesien. Dian und Nuzri, ganz liebe Mädels (November 2023)

Bei den Orang Utahs in Kumai/Indonesien (Dezember 2023)

Lustige „Touri-Rundfahrt“ in Malakka (Januar 2024)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kuala Lumpur (Januar 2025)

Phuket / Thailand (März 2024)

Royal Langkawi Yacht Club / Malaysia (Dezember 2024)

Tuktuk – „öffentliche Verkehrsmittel“ in Sabang/Sumatra (Juni 2025)

Jangis Beach Café, Padang – Abschied von Indonesien (August 2025)

Bei den Riesenschildkröten auf Rodriguez (September 2025)

Port Louis, Mauritius (September 2025)

Madagaskar, ein typisches Fischerdorf (Oktober 2025)

Linga Linga, Mozambique (November 2025)

Kleine Safari in Südafrika (November 2025)

Knysna Heads – Ein- bzw. Ausfahrt Wildes Wasser (Dezember 2025)

Hout Bay Yacht Club Marina (Januar 2026)

 

Anfang Februar nun geht es straight Richtung Europa. Ca. 5.300 sm über St. Helena und die Kapverden bis zu den Azoren.

Wie es von da aus weiter geht, werden wir dort entscheiden.

Es bleibt spannend und wir freuen uns auf die neuen Herausforderungen.

 

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Von Knysna nach Kapstadt – Hout Bay Yacht Club Marina

Die Zeit in Knysna erwies sich als länger als geplant. Eigentlich wollten wir lediglich eine Woche bleiben, aber die „Umstände“ hatten anderes mit uns vor. Zwei Tage konnten wir kostenlos am Clubanleger liegen bleiben, dann ging es an Heiligabend nachmittags an die clubeigene Mooring.

Mit Hilfe von Michael bekamen wir Kontakt zu Michael – ein anderer 😉 – und der bestellt für uns das Ersatzteil für den Autopiloten. Bekanntermaßen läuft fast überall auf der christlich geprägten Welt zwischen Weihnachten und Neujahr so gut wie nichts. Geduld war gefragt. Das Teil kam dann auch erst am 2. Januar und wir konnten nach dem Einbau Erfolg verzeichnen. Der Autopilot tut wieder Dienst!

Mittlerweile hatte sich ein zweites Problem aufgetan. Auf der Suche nach der Ursache, warum der Motor so unruhig läuft, stellte Rainer fest, dass die Zentrierscheibe vom Kardan irgendwie weg war. Wohin auch immer, auf jeden Fall weg. Die musste neu her. Diverse Besuche in Baumärkten brachte keine Lösung. Alle Unterlegscheiben, die das Problem zumindest provisorisch gelöst hätten, waren zu klein. Die Erlösung kam mal wieder von Michael. Er machte uns einen Kontakt zu Dorian. Und der machte uns „mal eben“ eine passende Scheibe aus Kunststoff – und das auch noch kostenlos. Problem gelöst!

Nun konnten wir an die Weiterreise denken. Nur leider hatten die Windgötter keine Lust, uns sicher durch die Ausfahrt kommen zu lassen. Der Wind kam für ein paar Tage aus West und das beschert der Ein- bzw. Ausfahrt gefährlichen Seegang. Keine Chance, da durch zu kommen. Man hätte uns wohl von den Felsen kratzen können. Geduld, Geduld. Irgendwann dreht der Wind auch wieder auf Ost. Wir verholten Meerbaer schon mal in die Nähe der Ausfahrt, um dort den günstigsten Zeitpunkt abzuwarten.

Am 9. Januar schien es dann soweit. Michael gab halbwegs grünes Licht und wir starteten den Versuch um 7 Uhr, ca. eine Stunde vor Hochwasser. Keine Stunde später waren wir wieder an unserem Ankerplatz. Die Welle, die auf die Einfahrt stand, war zum Fürchten! Da wären wir niemals durch gekommen.

Der nächste Versuch sollte abends um 19.30 erfolgen. Aber schon um 16 Uhr kam die Meldung von Michael: NO GO!

Aller guten Dinge sind drei! Samstag früh um 8 Uhr ging es los, und diesmal erfolgreich. Die in der Einfahrt stehende Welle war immer noch ziemlich beängstigend, aber mit Vollgas waren wir nach einer halben Stunde durch. Die halbe Stunde hat für uns eine Ewigkeit gedauert!

Endlich draußen ging es ganz flott nur mit der Fock voran. Der Wind wurde immer mehr und wir kamen mit 6-7 kn nur mit dem kleinen Segel zügig gen Westen. Es war ruppig, aber ganz gut auszuhalten. In der Nacht ließ dann der Wind, wie so oft, wieder nach und am Morgen durfte Mr. Perkins für zwei Stunden an die Arbeit. Dann nahm der Wind langsam wieder zu und bis zum Abend war Segeln angesagt. Dann wieder Motorfahrt von Mitternacht an, segeln bis um 9 Uhr, danach war der Wind ganz weg und die letzten Meilen ging es unter Motor bis zum Marina.

Kap Agulhas

Kap Agulhas, die Grenze zwischen Indischem Ozean und Atlantik, hatten wir am Sonntag um 14.30 Uhr querab. Und oh Wunder: der Seegang ging über von strubbelig nach ruhig mit ausgeprägter Dünung. Was für eine Wohltat! Was auffallend war: innerhalb von wenigen Stunden fiel die Wassertemperatur von 23 Grad am Kap Agulhas auf 13 Grad hinter dem Kap der Guten Hoffnung. Zum ersten Mal seit Jahren haben wir wieder Kondenswasser in der Bilge.

Innerhalb von wenigen Stunden ist die Wassertemperatur um 10 Grad gefallen

Am Montag früh um 7.15 Uhr lag das Kap der Guten Hoffnung querab. Nun war es nicht mehr weit. Um 13.30 Uhr waren die Leinen fest und wir hatten es geschafft: KAPSTADT

Hout Bay Yacht Club Marina

Tafelberg

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Alles Gute für 2026!!!

Euch allen wünschen wir ein gutes, gesundes Neues Jahr!!!

Bleibt (oder werdet) gesund und munter und genießt die Zeit ohne Stress und Aufregungen!

Meerbaer ist bereit für das neue Abenteuer

Das Jahr 2025 geht zu Ende und für uns war es eine recht ereignisreiche Zeit.

Nachdem bei uns der Entschluss gereift war, in diesem Jahr den „Heimweg“ anzutreten, gab es so einiges zu tun. Meerbaer musste aus dem Wasser für einen neuen Antifouling-Anstrich und eine neue Lackierung  am Rumpf. Der Motor brauchte ein paar Streicheleinheiten, der Bugkorb, der uns ja in Thailand von einem Ausflugskatamaran abgerissen wurde, musste (endlich) erneuert werden, Meerbaer brauchte eine neue Ankerkette, eine neue Fock, ein neues Radar, neue Batterien, eine neue Rettungsinsel und vor allen Dingen musste Proviant für einige Wochen herangeschafft werden. Fleisch und Gemüse wurde eingekocht.

Einmal quer über den Indischen Ozean, ingesamt knapp 7.000 sm

Die Zeit verflog einfach und  Mitte Juni war es dann soweit. Leinen los im Langkawi Yachtclub. Nächstes Ziel Sabang im Norden von Sumatra. Von da aus entlang der Westküste von Sumatra bis nach Padang. Dort ausklarieren und in drei Wochen und nach mehr als 2.500 sm über den Indischen Ozean bis nach Rodriguez und von dort aus nach Mauritius. Von Mauritius aus ging es einmal an der Ostseite von Madagaskar hoch, oben um das Cap        D Ambre rum und an der Westseite von Madagaskar über Nosy Be bis zur Baly Bay, unserem Absprungort Richtung Richards Bay/Südafrika.

Diese Strecke  hatte es in sich. Starkwind, Flaute, wenig Wind, von allem etwas. Und uns stand die Zeit im Nacken. In diesem Seegebiet empfiehlt es sich nicht, herumzutrödeln und die Flaute auszusitzen. Zu schnell kann sich das Wetter ändern und gefährlich werden. Also musste für unsere Verhältnisse viel zu oft der Motor ran. Man stand irgendwie immer unter Zeitdruck.

T-Shirt aus dem Bufallo River Yacht Club in East London

Anfang November hatten wir es dann aber geschafft. Meerbaer war in Südafrika gelandet! Nach einer „Erholungspause“ im Zululand Yachtclub Richards Bay ging es dann zügig weiter nach Süden. Wir hatten noch gut 1.000 sm vor uns bis Kapstadt. Anfang Februar laufen unsere Visa aus und dann müssen wir fertig sein für den großen Sprung über den Antlantik nach Norden. Also Step by Step von Richards Bay über Durban und East London nach Knysna. Hier sind wir nun und werden Anfang des Neuen Jahres die restlichen 200 sm bis nach Kapstadt auch noch bewerkstelligen. Gerade haben wir noch ein paar Kleinigkeiten zu reparieren und warten auf die Ersatzteile – über die Feiertage dauert es halt etwas länger. Also werden wir den Jahreswechsel wohl noch hier in Knysna verbringen und dann zum Jahresbeginn den Rest der Strecke angehen.

Segeln in den Sonnenuntergang

Alles in Allem hat uns und dem Meerbaer der Indische Ozean so einiges abverlangt. Wechselnde Winde, strubbelige Stömungen, chaotischer Seegang, das alles benötigte hohe Aufmerksamkeit. Aber  wir haben es geschafft und sind (sicherlich verdientermaßen) stolz!

Was jetzt noch vor uns liegt, ist auch nicht zu verachten, aber wir denken, auch das schaffen wir und wir hoffen, dass wir Mitte des Jahres Europa wieder erreichen werden.

Hier noch ein paar Erinnerungsfotos:

Traditionelle Frachtensegler in Madagaskar

Beeindruckend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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FROHE WEIHNACHTEN

Allen treuen Lesern unseres Blogs wünschen wir ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest ohne Stress und Aufregungen!

FROHES FEST!!!

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Von East London nach Knysna

Am Samstag um 9.30 gingen die Leinen los im Bufallo River Yacht Club. Es war nett hier. Der Club ist zwar klein, aber die Community ist sehr aktiv und gesellig.

Bufallo River Yacht Club

Der Start war wie erwartet windarm. Die erste Stunde war der Motor gefragt. Dann gab es wenigstens so viel Wind, dass wir segeln konnten. Zwar nur langsam, aber immerhin. Später nahm der Wind leicht zu und wir waren mit Hilfe vom Agulhas-Strom mit rund 6 kn unterwegs. Um Mitternacht dann wieder Flaute für 4 Stunden. Segeln wieder ab 4 Uhr. Um 8 Uhr morgens hatten wir Port Elizabeth querab. Gut die Hälfte der Strecke war geschafft. Da mehr Wind vorhergesagt war, und auch wegen des Vorwindkurses, bei dem das Groß der Fock immer wieder den Wind wegnimmt, waren wir nur mit Fock und Besan unterwegs.

Um 17 Uhr hatten wir auf einmal keinen Autopiloten mehr. Der streikte und wir mussten von Hand steuern. Alle Versuche, das Teil wieder zum Laufen zu bekommen, scheiterten. Es kam kein Strom an. Vermutlich Korrosion an den winzigen Kabeln. Unterwegs nicht zu reparieren. Also jede Stunde Wechsel am Ruder – und das noch für ca. 100 sm. Toll, Wir waren begeistert. Und dann,zum Abend hin kam es dicke. Ab 20 Uhr hatten wir von jetzt auf gleich Starkwind von sicherlich 40 kn, teilweise auch noch mehr. Der Kahn war kaum noch auf Kurs zu halten. Der Besan war schnell geborgen und die Fock gerefft. Trotzdem war es tierisch schwer, Meerbaer auf Kurs zu halten. Die  Entscheidung beizudrehen war da genau richtig. 4 Stunden lang lag Meerbaer ganz ruhig trotz der Wellen und trieb mit 1-2 kn in die richtige Richtung. Wir konnten etwas entspannen und uns für den Rest der Strecke etwas ausruhen. Um 1 Uhr ging es weiter. Der Wind war runter auf 20 kn und ganz gut segelbar. Leider auch wieder nur für 2 Stunden, dann war er mal wieder ganz weg und Mr. Perkins war gefragt. Um 10 Uhr der nächste Schreck. Der Motor ging aus.  Einfach so. Das Problem war zum Glück schnell erkannt und zu beheben. Dummerweise hatten wir vergessen, den Sprithahn vom  Kieltank zum Tagestank zu schließen. Und so hat der Motor so nach und nach den Tagestank leer gezuckelt und der Rest ist so nach und nach zurück in den Kieltank gelaufen. Mit dem letztem (verschmutztem) Rest aus dem Tagestank wurde dann der Racor-Filter verstopft. Nix lief mehr. Schnell war das Filtergehäuse gereinigt und ein neuer Filter eingesetzt. Jetzt noch schnell den Motor entlüften und… Jawoll! Läuft wieder!

Der Rest der Strecke lief dann tatsächlich recht entspannt – abgesehen von der Hand-Steuerung. Das Timing war perfekt, denn man kommt hier nur während 2 Stunden vor Hochwasser rein. Ansonsten herrschen hier im Pass Waschmaschinen-Bedingungen und es wäre lebensgefährlich, da durch zu fahren. Von Michael von der OSASA bekamen wir genaue Anweisungen, wie wir zu manövrieren hatten. Hat super geklappt. Danke an Michael!

„Ruhige“ Bediungungen im Pass nach Knysna

 

So sieht der Pass aus, wenn man besser nicht da rein fährt

Um 16.30 Uhr waren die Leinen fest beim Yacht-Club. Hier  können wir bis Mittwoch Vormittag kostenlos liegen bleiben. Zeit zum Ausschlafen und dann noch ein paar Weihnachtseinkäufe erledigen.

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Von Durban nach East London

Die 290 sm hatten wir zwar nach 40 Stunden abgehakt, aber anstrengend war es trotzdem. Zuerst mussten wir mangels Wind mit dem Motor rappeln, aber nach 6 Stunden war der Wind dann doch da und wir konnten mit voller Besegelung bei ca. 4 Bf Strecke machen. Der Agulhas-Strom half ganz ordentlich mit und wir hatten teilweise 9 kn und mehr auf dem Log. Der Wind nahm stetig zu und wir mussten das 1. Reff ins Groß binden und den Besan einpacken. Der machte ordentlich Druck aufs Ruder und der Autopilot hatten gut zu tun. Der Wind blieb uns bis nachmittags um 17 Uhr erhalten, dann fing er an zu schwächeln. Da unser Wetterfenster leider ziemlich eng war, musste Mr. Perkins wieder ran, damit wir mindestens mit 5 kn unterwegs sein konnten. Der Wind sollte später einschlafen, um dann kurz danach auf SW zu drehen. Nicht gut für uns, genau da wollten wir hin. Und um 22 Uhr war es dann so weit. Winddreher auf SW, Meerbaer wurde bei Gegenwind und Wellen von vorne immer langsamer, zuletzt kamen wir nicht schneller als mit 3 – 4 kn voran. Der Frust war groß. Konnte der Winddreher nicht warten, bis wir da waren? Natürlich nicht! Wir hatten schon gehofft, noch vor Mitternacht anzukommen. War wohl nix! Glücklicherweise drehte er dann doch noch etwas südlicher und wir konnten mit Hilfe des ganz dicht geknallten Großsegeln etwas mehr Fahrt machen. Um 1.30 Uhr in der Nacht hatten wir es dann tatsächlich geschafft. Das Breakwater von East London lag vor und. Noch schnell das Großsegel bergen und rein ins Loch. Der Anker fiel um 2 Uhr kurz vor dem Buffalo River Yacht Club, allerdings kurz vor dem auf der Seekarte verzeichneten Wendebecken für die Berufsschifffahrt. Egal, für die Nacht sollte es wohl ok sein. War es dann auch. Vorsichtshalber hatten wir die Funke angelassen, falls uns jemand verscheuchte wollte.

Dem lagen wir so ziemlich im Weg, aber der wollte zum Glück erst ablegen, nachdem wir am Steg waren

Wir sind sogar noch eine weitere Nacht dort vor Anker geblieben und haben uns dann gestern Vormittag an den Steg vom Yachtclub verholt. Mit Uber waren wir noch schnell zum Einkaufen in der Stadt und abends gab es im Yachtclub zum Abendessen Fish and chips mit einem Bierchen dazu. Umgerechnet 9 Euro!! Für 2!!

T-Shirt vom Bufallo River Yacht Club

Jetzt warten wir auf das nächste Wetterfenster, um wenigstens bis Port Elizabeth zu kommen. Da soll es zwar nicht unbedingt schön sein, aber es wäre schon mal einen Schritt weiter Richtung Kapstadt. Mit Chance klappt es am Wochenende. Mal abwarten.

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